Das Eishockeyfest beginnt – Bern, wir kommen!

Einen Tag Ruhe nach dem aufwühlenden Samstagabend mit dem Sieg in Davos – und dann ging am Montag auf dem Eis die Vorbereitung los für das Eishockeyfest. Heute spielen wir im Pre-Playoff, Akt 1, in Bern gegen den SCB. Best of three heisst der Modus, weitere Spieltage sind der Donnerstag und eventuell der Samstag.

Der grosse SCB glitt auch diese Saison nicht auf feingeschliffenen Kufen durch den Winter. Nach 20 Partien musste Coach Johan Lundskog gehen, sein Nachfolger ist der besonnene Finne Toni Söderholm. Doch auch mit dem neuen Mann qualifizierten sich die Berner keinen Tag früher als wir für das Pre-Playoff, sie schlugen in der 52. Runde die ZSC Lions 4:1. Einen einzigen Punkt mehr als wir haben die Berner auf ihrem Konto, ihr erklärtes Saisonziel (Platzierung unter den besten sechs Teams) verpassten sie. Jetzt wollen sie via Pre-Playoffs in die Viertelfinals, und das würde bereits reichen, um den Goodwill im Publikum zurückzugewinnen. Denn im Vorjahr verpasste Bern die Pre-Playoffs (11.), 2021 stiess der SCB via Pre-Playoffs in den Viertelfinal vor (den er gegen Zug verlor), 2020 schloss er auf Rang 9 ab (damals gab es noch keine Pre-Playoffs).

Diese Meisterschaft wurde es Rang 8 für den SCB. Wir überraschten den Gegner bei unserem ersten Auftritt in der Postfinance-Arena mit einem 5:2. Das letzte Gastspiel verloren wir dort mit dem gleichen Resultat. Zuhause aber siegten wir im letzten Duell 3:2 und holten im September beim 2:3 nach Verlängerung einen Punkt. Der Verlierer in den bisherigen vier Partien schoss also stets zwei Tore.

Chris DiDomenico ist weiterhin Berns Topskorer, aber er hat sich entschieden, den Vertrag auf Ende Saison aufzulösen, er wechselt zurück nach Fribourg. Unser Topscorer heisst Jonathan Ang, Miro Aaltonen erzielte zwar auch 49 Punkte, er schoss aber ein Goal weniger als der Kanadier.

Wie eng die Teams beeinander liegen, zeigt auch der Vergleich im Powerplay und Boxplay. In Unterzahl sind wir das achtbeste, Bern das zehntbeste Team. In Überzahl belegen wir Rang 4, Bern Platz 10.

Bis zur Entscheidung

Mit den Pre-Playoffs wird einiges anders, allen voran die Spieldauer. Denn die fünfminütige Verlängerung und das folgende Penaltyschiessen gehören der Vergangenheit an, es wird bei einem Unentschieden normal weitergespielt (5:5), bis ein Treffer fällt. Das kann, das haben die letzten Saisons gezeigt, durchaus dauern. Die bisher längste Partie in der Schweiz fand 2019 statt, als Bern in Genf nach 117 Minuten und 43 Sekunden die Entscheidung erzwang. Die Partie dauerte also fast sechs Drittel lang.

Und nicht vergessen: Spielbeginn ist jeweils 20.00!

Roland Jauch