Faille krönt grossartiges Comeback

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Unser Topscorer ist in grandioser Form. Eric Faille, der letzte Saison ab und zu an sich zweifelte, schiesst wieder die wichtigen Tore. Vier der fünf Klotener Treffer gehen auf sein Konto. Auch das entscheidende zum 3:2-Heimsieg über Olten nach Verlängerung. Er ging auf die Strafbank, als wir einen Wechselfehler in der Overtime begingen, wir überstanden die Unterzahl. Und dann kehrte Faille zurück. 24 Sekunden später knallte er den Puck in die Maschen von Olten-Goalie Simon Rytz.

Es war die Krönung eines starken Comebacks. Doch noch ein Heimsieg, nachdem Kloten wie schon in La Chaux-de-Fonds Mühe gehabt hatte. War es die Nervosität vor dem ersten Heimspiel? Auf jeden Fall lagen wir nach nicht einmal sieben Minuten 0:2 zurück. Und wenig passte zusammen.

Da fragte man sich schon: Was wäre gewesen, wenn …. Wenn Alexei Dostoinov nach 90 Sekunden seine Möglichkeit zu unserer Führung genutzt hätte. Er nützte sie nicht, und so kam es eben anders, denn Wenn und Hätte zählen nicht. Eine unnötige Strafe Randeggers und ein Fehler Stämpflis führten zu den Gegentreffern. Mit den zwei Toren im Rücken war Olten sehr solid. Uns aber fehlte es an Genauigkeit, an Durchschlagskraft, an Zweikampfstärke. Das war auch im zweiten Drittel nicht besser. Das Beste an diesem Abschnitt: Dank Nyffeler im Tor kassierten wir keinen weiteren Treffer.

Doch dann kamen wir doch noch. Olten wurde müde und kassierte Strafen, wir nützten sie. Zuerst durch Faille, dessen Treffer nach langer Videokonsultation gegeben wurde (49:04), dann durch Figren, der nach einem Sturmlauf die Vorlage von Marchon nützte (53:17). Dass Gary Nunn nach 55 Minuten nur die Latte traf, half uns in die Verlängerung. Und in der hatten wir uns so weit gefangen, dass die Gegenwehr in Unterzahl stark war. Und dann kam Failles Auftritt.

“Starker Charakter”

Trainer Jeff Tomlinson sagte das, was Fakt war: “Es war ein hartes Stück Arbeit, sehr hart. Wir hatten viele individuelle Fehler. Dank Nyffeler blieben wir im Spiel. Und dann habe ich gelernt, dass wir Charakter haben, einen starken Charakter. Das ist gut, wenn man ein solches Spiel noch so spät drehen kann. Wir waren wie schon in La Chaux-de-Fonds nervös. Die Jungs wollten dem Heimpublikm etwas zeigen. Dann haben wir gemerkt, dass wir über den Kampf gewinnen können. Wie Randegger in der Verlängerung eine Scheibe mit einem Körperteil blockiert hat, mit dem man eigentlich nicht gerne Schüsse blockiert, war beispielhaft. Und Eric Faille ist zurzeit in blendender Verfassung, er denk defensiv, er macht alles. Er hat sich im Sommer gut vorbereitet.”

Am Samstag folgt das nächste Heimspiel, der Gegner heisst Thurgau. Der HCT verlor gestern zum ersten Mal (gegen die GCK Lions). Und wir sollten jetzt nach dieser grossartigen Rückkehr in Fahrt gekommen sein.

Leo – auch einer von uns

Eine traurige Nachricht, die neben vielen anderen Clubs auch dem EHC Kloten nahe geht: Leo Schmumacher, der am Sonntag im Alter von erst 68 Jahren verstorben ist, war auch einer von uns – obwohl das in den Statistiken nicht zu sehen ist. Aber Leo amtierte in der Saison 1996/97, als Conny Evensson den Kanadier Wayne Fleming ablöste, als Assistenzcoach des weltmeisterlichen Schweden. “Er hat stets gute Laune mitgebracht”, erinnert sich Evensson an Schumacher.

Roland Jauch/EHC Kloten