Fast zu nett mit dem Gegner

WhatsApp Image 2021 12 07 at 21.52.42

6:2 (2:0, 2:1, 2:1) hiess es nach 60 Heimminuten gegen die GCK Lions. Captain Simon Kindschi traf zweimal im Powerplay, die weiteren Tore erzielten Meyer, Altorfer, Gähler und Figren. Dodo Nyffeler hielt beim Stand von 4:2 einen Penalty von Graf (47.).

Der Gegner hatte fünf Spieler an die ZSC Lions abgeben müssen, darunter mit  Victor Backman und Marc Aeschlimann die beiden besten Scorer, dazu gabs einige Verletzte bei den Junglöwen. Das sahen auch unsere Spieler, und es schien, dass sie den Gästen nicht allzu sehr weh tun wollten. Auf jeden Fall war nicht der EHC unterwegs, der in Spitzenspielen zu sehen ist. Wir waren nett. Manchmal ein bisschen zu nett.

Gegentor in Überzahl

Es brauchte ein kurioses Tor, um die Sache resultatmässig in die richtige Richtung zu lenken. Dario Meyer gab in der 18. Minute ein Backhand-Schüsschen ab, in der Hoffnung, es gebe ein Bully. Doch Robin Zumbühl liess sich von diesem Versuch überraschen, der Puck rutschte ihm unter den Schonern durch. Es war Meyers 10. Saisontreffer. 54 Sekunden später traf Gähler (9. Saisontor) zum 2:0. Altorfer nach einer Fleissleistung von Knellwolf und Kindschi im Powerplay erhöhten auf 4:0.

Der erste Wermutstropfen war das Gegentor zum 4:1, wir spielten Überzahl und waren nachlässig. Ebenso bei einem Wechsel im letzten Drittel, das brachte sogar das 4:2. Es brauchte Nyffeler und seine Künste bei einem Penalty, um das 4:3 zu verhindern. Kindschi erhöhte im Powerplay mit einem Hammer auf 5:2, Figren versetzte GCK-Goalie Zumbühl zum 6:2-Endstand.

“Manchmal ist es fast zu einfach”

Assistenztrainer Kimmo Rintanen begründete das Auf und Ab im Spiel: “Manchmal spielst du gut, manchmal gehen die Dinge fast zu einfach – und dann verlierst du dich, spielst nicht mehr im System. Das passiert, wenn die Konzentration nicht 100-prozentig vorhanden ist.” Das 1:0 von Meyer hat der Finne – wie wohl viele andere Spieler auf der Bank – gar nicht gesehen, denn alle bereiteten sich auf das nächste Bully vor, niemand rechnete mit dem Goal. “Ich erklärte gerade Knellwolf etwas, da hiess es plötzlich 1:0.”

Fahrt nach Biasca

Das letzte Spiel vor der Nationalteampause findet am Samstag im Tessin statt – und zwar beginnt der Match in Biasca gegen die Ticino Rockets bereits um 16.00 Uhr. 7:1 gewannen wir den ersten Match in Biasca (und mussten nachher wegen der Sperre des Tunnels die Heimreise über den Gotthardpass absolvieren). Das erste Heimspiel endete mit einem 9:1 für uns. Es war – das wusste damals am 6. November allerdings noch niemand – der letzte Triumph in der 12 Partien langen Erfolgsserie. Denn nach der Pause, als wir den 13. Sieg in Folge anstrebten, verloren wir erstmals wieder (in Sierre).

Roland Jauch / EHC Kloten

Kloten – GCK Lions 6:2 (2:0, 2:1, 2:1)

Stimo arena. - 3004 Zuschauer – SR Ströbel, Castelli; Bichsel/Ambrosetti. - Tore: 18. (17:17) Meyer (Altorfer) 1:0. 19. (18:11) Gähler (Soiller, Dostoinov) 2:0. 32. Altorfer (Knellwolf) 3:0. 34. Kindschi (Faille, Marchon; Ausschluss Büsser) 4:0. 40. Schlagenhauf (Marchand; Ausschluss Burger!) 4:1. 45. Hayes (Schlagenhauf) 4:2. 50. Kindschi (Figren; Ausschluss Capaul) 5:2. 58. Figren (Faille, Marchon) 6:2.

Strafen: Kloten keine, GCK 5-mal 2.

Kloten: Nyffeler; Janett, Kindschi; Gähler, Steiner; Seiler, Randegger; Bartholet; Figren, Faille, Marchon; Knellwolf, Meyer, Altorfer; Spiller, Schreiber, Dostoinov; Hinterkircher, Kellenberger, Obrist.

Bemerkungen: Nyffeler hält Penalty von Graf (47.). Kloten ohne Simek, Melnalksnis, Ganz, Stämpfli, Reinbacher (verletzt). - GCK u. a. ohne Backman, Aeschlimann, Noah Meier, Sopa, Guebey (alle ZSC Lions).

(END)