Nein – der EHC Kloten steht nicht still.

12. Januar 2018

ehck scb 19.11.2017 6 

 

Das Bild, das der EHC Kloten aktuell nach aussen vermittelt, ist kein gutes Bild. Sportlich läuft es offensichtlich nicht nach Wunsch. Hier sprechen die Resultate klare Worte. Verständlicherweise stärken die Geschehnisse der letzten Wochen abseits des Eisfeldes das Vertrauen unserer Fans, unserer Stakeholder und das der Medien nicht. Der EHC Kloten ist – von aussen betrachtet – in einer veritablen Existenzkrise. Offenheit und höchstmögliche Transparenz können das Aussenbild verändern. Gerne möchten wir einige Einblicke in die aktuellen Geschehnisse geben.

 

 Der EHC Kloten hat vor eineinhalb Jahren den Weg der finanziellen Säuberung begonnen. Das in der Historie rapide angestiegene strukturelle Defizit prognostizierte den raschen Untergang des EHC Kloten. Eine Defizitgarantie in der Grössenordnung von fünf bis sieben Millionen Franken war und ist in der Flughafenregion nicht zu stemmen.

Der Präsident des EHC Kloten, Hansueli Lehmann, hat sich der Aufgabe angenommen, die Ausgaben spürbar zu senken und kontinuierlich auf eine ausgeglichene Rechnung hinzuarbeiten. Ein solcher Prozess ist nicht schadlos und vor allem nicht von heute auf morgen zu vollziehen. Im Sinne der Transparenz möchte der EHC Kloten kundtun, dass in der vergangenen Saison ein Defizit in siebenstelliger Höhe durch Hansueli Lehmann persönlich gedeckt wurde. Der Präsident des EHC Kloten ist also weiterhin der grösste Sponsor.

 

Sportliche Krise als Produkt der Geschehnisse

Schaut man auf das Mannschaftskader des EHC Kloten, dann muss der Hockeykenner zu einem logischen Schluss kommen: Die Mannschaft ist zwar nominal schwächer unterwegs wie auch schon – aber sie müsste immer noch gut genug sein, um die Playoffs kämpfen zu können. Weshalb der EHC Kloten abgeschlagen am Tabellenende spielt, ist unklar. Unglückliche Niederlagen bei oft kämpferisch tollen Leistungen fördern das Selbstvertrauen selten. Der Kern der Mannschaft ist in Kloten schon lange tätig. Haben die immerfort andauernden Geschehnisse abseits des Eises so deutliche Spuren hinterlassen, dass die aktuellen Resultate die Folge sind? Eine der Fragen, die wir uns selber immer und immer wieder stellen.

 

Die Mannschaft 2018/19

Der EHC Kloten lebt. Sowohl neben wie auf dem Eis. Es ist allseits bekannt, dass diverse Spieler per Ende Saison den Club verlassen. Und nach aussen entsteht der Eindruck, die Mannschaft für die nächste Saison stehe in den Sternen. Der EHC Kloten möchte an dieser Stelle festhalten, dass dies nicht der Fall ist. Einige Verhandlungen sind bereits abgeschlossen und die Verträge sind unterschrieben. Bei anderen steht man kurz vor Abschluss. Einzig die Ausländerpositionen kann der EHC Kloten zur aktuellen Zeit aufgrund der vorherrschenden Marktverhältnisse nicht in Angriff nehmen. Hier wird man im Sommer Verpflichtungen vermelden können.

Wieso also kommuniziert man die Verpflichtungen nicht? Die oft gestellte Frage hat ihre Berechtigung. In dieser Hinsicht besteht sicherlich Potenzial zur Steigerung. Allerdings verpflichtet man mit einem Spieler ein Individuum mit eigener Geschichte. Es gibt Situationen, in denen einem Club in Sachen Kommunikation die Hände gebunden sind. Die kann zum Beispiel eine schriftliche Vereinbarung mit dem bestehenden Club sein, die das verhindert. Als Beispiel sei hier der HC Lausanne erwähnt: Der Club aus der Waadt kommuniziert die neu verpflichteten Spieler konsequent erst nach der laufenden Spielzeit.

 

Abgänge im Backoffice: Rekrutierung im vollen Gange

Ebenfalls unglücklich in der Kommunikation verliefen die Abgänge von Matthias Berner und Peter Lüthi. Das Ziel, zeitnah die Nachfolgelösung bereit zu haben, konnte nicht erreicht werden. Aktuell läuft der Rekrutierungsprozess auf Hochtouren. Man führt mit diversen Kandidaten – und es gibt viele Interessierte – Gespräche. Auf Stufe CEO sucht der EHC Kloten einen direkten Ersatz für Matthias Berner. Im Bereich des Staffs der ersten Mannschaft stösst Beat Equilino als Teammanager zur Crew zurück.

Die Position des Sportchefs ist ebenfalls in der Evaluation. Sicher wäre es sinnvoll, der Club hätte die Lösung heute auf dem Tisch. Man sucht aber konsequent die passende Persönlichkeit, die zur Mannschaft, zum Headcoach Schläpfer und zur Flughafenregion passt. Das dauert seine Zeit – und unter Beobachtung stehend erscheint die Zeit länger. Wichtig zu erwähnen ist die Tatsache, dass im Moment die Sportkommission des EHC Kloten sämtliche Sportchef-Aufgaben vollumfänglich wahrnimmt und in diesem Bereich entgegen einzelner Presseberichten kein Vakuum vorliegt.

Der EHC Kloten möchte entglittenes Vertrauen schnellstmöglich wiederherstellen. Wir sind zuversichtlich, dass wir bald mehr Informationen als heute veröffentlichen können. Dies werden wir tun. In der Zwischenzeit hoffen wir, dass sich die Diskussionen, Mutmassungen und Vorahnungen legen und wir uns mit allen zur Verfügung stehenden Kräften optimal auf die anspruchsvolle Zeit auf dem Eis fokussieren können.

 

EHC Insight: die ideale Plattform

Wer sich Informationen aus erster Hand holen möchte: Die Veranstaltung EHC Insight vom 14. Februar ist die beste Gelegenheit. Die Erfahrung von der ersten Veranstaltung zeigt, dass die Sitzplätze mit Verpflegung begehrt sind. Wir möchten aufgrund der Aktualität die Türe aber auch öffnen für Interessierte, die sich nicht mit einem Fondue beglücken möchten. Die Plätze im Buebetrickli ohne Verpflegung sind beschränkt; die Getränkekarte ist gleichwohl bekannt wie beliebt. Deshalb bitten wir um Anmeldung über This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.. Nutzt die Gelegenheit und holt die Informationen direkt von Präsident Hansueli Lehmann und von den Verwaltungsräten Sacha Ochsner und Mike Schälchli. Kevin Schläpfer, Roman Schlagenhauf und Dominik Egli sind die Vertreter der Mannschaft.